Schöner Blick auf drei schöne Seen

Der Brecherspitz: Reicher Lohn für 900 Höhenmeter

Wikipedia, dem Internet-Lexikon, verdanken wir die Information, dass unser heutiges Tourenziel nicht die, sondern der Brecherspitz ist. Sei‘s drum: Etwas mehr als 30 Kilometer Anfahrt von Bad Tölz (über Waakirchen, Hausham und Schliersee) lohnen sich ebenso wie die Mühen des Anstiegs: Am Gipfel bekommt das Auge wirklich etwas geboten. Zum Beispiel den Blick hinunter auf Schliersee und Spitzingsee und — zumindest als Ausschnitt — auch noch den Tegernsee. Von den zahlreichen Alpengipfeln mal ganz abgesehen. Für den Anstieg gibt es mehrere Möglichkeiten. Wir haben uns für den Start in Neuhaus entschieden.

 

Der Ausgangspunkt zu dieser Tour ist nicht schwer zu finden: Von Schliersee kommend biegen wir in Neuhaus an der zweiten Straße rechts ab und fahren die Dürnbachstraße etwa einen Kilometer weit fast bis zum Ende, wo wir problemlos einen Parkplatz finden. Hernach geht es zu Fuß etwa 100 Meter zurück, bis wir neben Haus Nummer 47 gelbe Hinweisschilder, unter anderem auf den Brecherspitz, sehen. Die Orientierung bleibt auch im weiteren Verlauf der Tour problemlos: Die gesamte Strecke ist mustergültig beschildert. An dieser Stelle ein Dankeschön an die Verantwortlichen.

 

An einem relativ warmen Tag im Frühsommer ist es angenehm, dass der Forstweg, auf dem wir die ersten 500 Höhenmeter zurücklegen, reichlich Schatten bietet. Ein paar Meter oberhalb der Ankelalm (Einkehr-möglichkeit), die wir nach etwa 90 Minuten erreichen, wird es baumlos und beim Schlussanstieg durch Latschenfelder sogar ganz schön warm. Auf felsigem Untergrund müssen wir mehrfach die Hände zu Hilfe nehmen. Wirklich gefährlich wird die Tour zu keiner Zeit. Da, wo etwas passieren könnte, sind Seile zum Festhalten gespannt. Allerdings müssen wir schon anfügen, dass wir Trittsicherheit, Schwindelfreiheit und alpine Erfahrung voraussetzen. Das gilt vor allem für den Abstieg zwischen Freudenreich-Kapelle und Erhard-Alm, wo der Untergrund (nach Regen am Vortag) stellenweise etwas seifig ist. Dafür haben wir unsere Freude an der üppigen Blumenpracht auf den Almwiesen, wo wir sogar Raritäten wie den Türkenbund entdecken.

 

Beim Abstieg passieren wir ein zweites Mal die Ankelalm, die zum Verweilen und Brotzeitmachen einlädt. Es gibt — während der Almsaison täglich außer Montag — beispielsweise Bier, Limo, Spezi oder Wasser sowie Kartoffelsuppe, Speck– oder Käsebrot und selbst gemachte Kuchen. Wie wär‘s?

 

 

 

 

 

Die Tourenbeschreibung zum Download im pdf-Format
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